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Manfred Götzl

Nagelbombenanschlag von Köln: Für Anwohner ist das Kapitel noch lange nicht abgeschlossen

Im Sommer des Jahres 2004 erlangte die Kölner Keupstraße traurige Bekanntheit durch den Nagelbombenanschlag. Damals wurden 22 Menschen verletzt. Ab kommenden Montag ist der Anschlag Thema im Münchner NSU-Prozess. Für viele Bewohner und Händler der Straße ist das Thema noch lange nicht abgeschlossen.

Neues Kapitel im NSU-Prozess: Gericht beschäftigt sich erstmals mit letztem Verbrechen in Köln

Der Münchner NSU-Prozess läuft nun bereits seit 172 Verhandlungstagen. Doch auch nach eineinhalb Jahren scheint ein Ende nicht absehbar. Mittlerweile erfolgt das Verfahren weitestgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Am kommenden Montag könnte sich das jedoch ändern: Erstmals wird sich das Gericht ausführlich mit dem Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße beschäftigen, der dem NSU angelastet wird.

Grünen-Abgeordneter zum NSU-Prozess: „Ein unwürdiges Schauspiel im Gerichtssaal“

Der zweite Verhandlungstag im NSU-Prozess lief hitzig ab. Die Verteidigung versuchte durch durchgehende Anträge den Prozess zu verzögern. Der Grünen-Abgeordnete Mehmet Kılıç zeigte sich erbost über die Tricksereien der Verteidigung. Zuvor hatte Verfassungsschutz-Präsident Maaßen geraten, die Erwartungen an den Prozess nicht zu hoch zu setzen.

NSU-Prozess: Kenan Kolat fordert Veröffentlichung der Anmeldungen

Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland sagt: Türkische Medien haben sich für die Sitzplätze zum NSU-Prozess rechtzeitig angemeldet. Er fordert: Die Veröffentlichung der Eingänge der Anmeldungen. Die gesamte Vorgehensweise sei „skandalös“.

NSU-Prozess: Türkische Medien müssen draußen bleiben

Türkische Medien sind zum NSU-Prozess nicht zugelassen, weil sie sich - den Infos des OLG München zufolge - nicht rechtzeitig angemeldet haben. Insgesamt 123 Medien hatten sich für die 50 verfügbaren Sitzplätze beworben. Zuvor verwehrte das OLG auch dem türkischen Botschafter Karslıoğlu einen Sitzplatz. Doch Karslıoğlu sagt, dass er am ersten Verhandlungs-Tag dem NSU-Prozess beiwohnen werde.

Klaus J. Bade: Sarrazins Thesen bedienen den Kultur-Rassismus

Bei seiner Buchvorstellung in Berlin hat der Migrationsforscher Klaus J. Bade gesagt, dass sich der Kultur-Rassismus in Deutschland immer weiter ausbreite. Diese Entwicklung halte er für gefährlich. Er wünsche sich mutige Politiker, die positive Botschaften an die Bevölkerung aussenden.

Deutsches Gericht brüskiert türkischen Botschafter: Kein fester Platz beim NSU-Prozess

An deutschen Gerichten gibt es keine Platzreservierungen für politische Würdenträger - auch nicht, wenn diese eigens aus der Türkei anreisen und ebenfalls nicht, wenn es um einen NSU-Prozess geht. Diese Erfahrung machten jetzt der türkische Botschafter und der Menschenrechtsbeauftragte des türkischen Parlaments. Ihr Gesuch wurde vom Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München abgewiesen.