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Marwa El-Sherbini

Mölln-Anschlag: Christen veranstalten Gottesdienst für muslimische Opfer

Der Brandanschlag von Mölln jährt sich an diesem 23. November zum 23. Mal. Drei Menschen kamen damals ums Leben, neun wurden schwer verletzt. Mit einem interreligiösen Gottesdienst wurde am Montag der Opfer gedacht.

Anschläge auf Asylunterkünfte erreichen Höchststand

Vor fast genau sechs Jahren, am 1. Juli 2009, wurde die ägyptischstämmige Apothekerin Marwa El-Sherbini in Dresden Opfer eines rassistischen und islamfeindlichen Mordes. Die 31-Jährige Frau wurde aufgrund ihrer äußeren Erscheinung – sie trug ein Kopftuch – ermordet. Sie starb, weil sie eine Muslimin war. Rechtsextreme und rassistisch motivierte Gewalttaten sind innerhalb Deutschlands sowohl für die Gesamtgesellschaft wie auch für die Sicherheitsbehörden eine entscheidende Gefahr.

Wegen Kopftuch: Passant verweigert Notruf für Muslimin

„Für so einen dreckigen Kopftuchträger mach' ich gar nichts“, kommentiert ein Passant und verweigert mit diesen Worten einen Notruf für ein kollabierendes junges Mädchen. Dana Minhas, die ihr bis zum Eintreffen von Hilfe beistand, ist entsetzt. Sie ist bereit, gegen den 50-Jährigen auszusagen.

20 Jahre nach Mölln: Unterschätzung von damals ist Nährboden für Terror von heute

Anlässlich des 20. Jahrestages des Brandanschlags von Mölln mahnt die stellvertretende Vorsitzende der SPD, Aydan Özoğuz, dass der heutige Freitag nicht dazu diene, die schreckliche Tat von einst einfach abzuhaken. Noch immer finde Rechtsextremismus in Deutschland einen Nährboden. Doch der Grund dafür, so der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V., liegt in der Vergangenheit.

Migranten-Politiker: Rassismus wurde über Jahre ignoriert

Cemile Giousouf (CDU), Hasret Karaçuban (Grüne) und Bilkay Öney (SPD) wollen, dass die deutschen Behörden Licht ins Dunkel der rechten Szene bringen. Die Ungewissheit habe die Angehörigen der Opfer jahrelang belastet. Die Verantwortlichen müssten sich nun um diese kümmern.