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Medien

„Charlie Hebdo“ in der Türkei: Regierungskritisches Blatt druckt Seiten nach

Eine türkische Zeitung hat sich eine Woche nach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin «Charlie Hebdo» mit diesem solidarisiert. Das Blatt druckte einige Seiten der neuen Ausgabe nach. Mit der Aktion rief die Redaktion umgehend die türkische Polizei auf den Plan.

Trauermarsch der Staatschefs in Paris war Inszenierung auf Nebenstraße

Beim Gedenkmarsch in Paris sind die Staats- und Regierungschefs nicht an der Spitze des Volkes marschiert. Sie zogen isoliert und streng bewacht durch eine Nebenstraße. Die Inszenierung zeigt sinnbildlich den Graben zwischen den politischen Eliten und den Bürgern. Eine moderne Politik sollte auf solche Kunst-Veranstaltungen verzichten - nicht zuletzt, um ihre Glaubwürdigkeit nicht noch weiter zu gefährden.

Viel TV, wenig Sport: So ticken die türkischen Bürger

Ins Theater oder Ballett gehen sie äußerst ungern. Auch ein Urlaub im Ausland steht für die meisten offenbar nicht zur Debatte. Eine großangelegte Umfrage im gesamten Land hat die bevorzugten Aktivitäten und Einstellungen der Türken zutage gebracht. Es zeigt sich: Die Mehrheit ist offenbar extrem konservativ. Das einzig Wahre scheint das TV-Programm zu sein.

Meinungsdiktat: Mehr als 1800 türkische Journalisten in 12 Jahren gefeuert

Die Türkei scheint derzeit nicht nur das „weltgrößte Gefängnis für Journalisten“ zu sein. Einem Bericht der türkischen Opposition zufolge, liegt das Land auch ganz vorne, wenn es darum geht, diese zu entlassen. In den vergangenen zwölf Jahren sollen ganze 1.863 Journalisten ihre Arbeit verloren haben.

Aufbau nach US-Vorbild: Amerika investiert in Finanz-Berater und Medien in der Ukraine

Die USA stocken ihre Finanzhilfen für die Ukraine auf und stellen der Regierung in Kiew weitere Berater zur Seite. Diese sollen etwa dabei helfen, die ukrainische Landwirtschaft zu regulieren und mittels neuer Technologien die Öl- und Gasförderung zu erhöhen. Außerdem sollen demokratische Einrichtungen gemäß den Vorstellungen der Amerikaner aufgebaut werden - unter anderem ein Nachrichtenprogramm auf Russisch.

Konstantin Weckers Wut-Ausbruch gegen die Kriegs-Hysterie: „Ja, ich bin ein Putin-Versteher!“

Der Liedermacher Konstantin Wecker hat sich in einem zornigen Statement gegen die zunehmende Kriegs-Hysterie im Westen zu Wort gemeldet. Er kritisiert, dass man nichts über die Gründe des Abschusses von Flug MH17 erfahre. Wecker wirft Politik und Medien vor, mit Erfindungen und Propaganda „ein friedliebendes Volk kriegslüstern“ machen zu wollen. Weckers Plädoyer gegen den Krieg und seine Apologeten im Wortlaut.

Deutsche Medien waschen Cem Özdemir rein

Cem Özdemir wird gegen Premier Erdoğan in Schutz genommen. Eine Hysterie geht durch Deutschland. Dabei übersehen viele Medienvertreter, dass Özdemir kein Opfer ist. Doch dem Deutsch-Türken gefällt die Rolle des Gejagten.

Kurioses Interview: Deutscher Reporter würgt NSU-Opferanwalt ab

Ein NSU-Opferanwalt hat in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur den mangelnden Aufklärungswillen des Verfassungsschutzes beklagt. Das war offenbar zu viel des Guten für den Reporter des Senders. Prompt brach er das Interview ab.

Kommunalwahlergebnisse in der Türkei: Das türkische Volk steht weiter hinter Erdoğan

Es waren zwar nur Kommunalwahlen. Diese hatten es aber in sich. Die regierende Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan hat wieder einmal eine Schicksalswahl für sich entscheiden können. Dies war übrigens seit 2002 der achte Wahlsieg der AKP hintereinander. Das vorläufige Wahlergebnis sieht die AKP mit knapp 46 Prozent (2009: 38 Prozent) an erster Stelle.

Journalisten-Preis für Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Das renommierte Fachmagazin „Wirtschaftsjournalist“ hat zum fünften Mal den Preis „Wirtschaftsjournalist des Jahres“ vergeben. Auf Vorschlag von Lesern, Kommunikationsfachleuten und Branchen-Experten kürt eine prominente Jury die besten Wirtschaftsjournalisten in Deutschland. Erstmals erhielten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten einen Preis in diesem wichtigsten Qualitäts-Wettbewerb für deutsche Wirtschaftsnachrichten.

Erdoğan greift wieder ein: Opposition darf nicht so oft in die Nachrichten

Auf Twitter ist neues Material aufgetaucht, das den türkischen Premier Recep Tayyip Erdoğan der Einmischung in die Medienlandschaft überführt. Abermals galt sein Augenmerk dem privaten türkischen Nachrichtensender Habertürk. Für den Geschmack des Premiers erhielt ein Bürgermeisterkandidat der Opposition hier zu viel Aufmerksamkeit.

Neues Internet-Gesetz: Türkischer Präsident muss Veto einlegen

Die türkische Opposition appelliert an Präsident Abdullah Gül, das heftig umstrittene Internet-Gesetz nicht zu unterzeichnen. Ein Präsident könne nicht ernsthaft für Schritte sein, die die Freiheiten der Bürger einschränken. Am Samstag kam es in Istanbul zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei.

Neues Internet-Gesetz: Türkische Regierung könnte Informationsfluss kontrollieren

Das vom türkischen Parlament gebilligte Internet-Gesetz schürt Bedenken, die Regierung könnte das Ganze nutzen, um inmitten des Korruptionsskandals den Informationsfluss noch stärker steuern zu wollen. Für den Präsident des Europäischen Parlamentes ist klar: Dieses Gesetz ist „ein Schritt zurück“ für die Freiheit der Medien.

Neues Internet-Gesetz der Türkei versetzt EU in höchste Alarmbereitschaft

Der am Mittwoch vom türkischen Parlament verabschiedete Gesetzesentwurf zur strengeren Internet-Kontrolle hat für „tiefe Besorgnis“ innerhalb der Europäische Kommission gesorgt. Die türkische Öffentlichkeit verdiene mehr Informationen und mehr Transparenz, nicht mehr Beschränkungen.

Weg frei für die Zensur: Türkisches Parlament verabschiedet umstrittenes Internet-Gesetz

Das türkische Parlament hat am späten Mittwochabend einen Gesetzentwurf verabschiedet, der dem türkischen Staat Zensur, Kontrolle und Beobachtung des Internets ermöglicht. Webseiten können nun auch ohne Gerichtsbeschluss gesperrt werden.

Der EU-Beitritt der Türkei ist unmöglich

Der Direktor der Lew Gumilew-Stiftung gibt sich des Scheiterns der Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei sicher. Europa und Türkei seien einfach zu unterschiedlich. Aufgrund der Doppelmoral europäischer Medien werde die Korruption in der Türkei noch Jahre im Fokus der Berichterstattung stehen.

Internet-Zensur: Türkischer Gesetzentwurf erlaubt Sperren und Spionage

Ein Gesetzentwurf soll der türkischen Regierung das Recht zur Internet-Zensur verschaffen. In dem Entwurf wird Behörden die Zugangsverweigerung und Nutzerbeobachtung erlaubt. Das Gesetz soll angeblich der Verbrechensprävention und des Konsumentenschutzes dienen. Ein Sprecher von Erdogans Regierungspartei AKP beteuert, die Türkei werde nicht den Weg Chinas gehen.

Russlands Kampf gegen Proteste: Internetseiten sollen sofort gesperrt werden können

Die Duma hat in einer ersten Lesung ein umstrittenes Internetgesetz passieren lassen. Demnach könnten Internetseiten demnächst unmittelbar gesperrt werden – ohne Vorwarnung. Eine weitere Verschärfung des im August in Kraft getretenen Gesetzes zur Internetzensur. So soll auch die kurzfristige Organisation von Protesten im Internet unterbunden werden.

Visa-Deal mit der EU: Türkei wird mit Rücknahmeabkommen erpresst

Die türkische Medienlandschaft zeigt sich entsetzt über das am Montag vereinbarte Rücknahmeabkommen mit der EU. Allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen. Ganz im Gegensatz dazu reagiert die Regierung Bulgariens erfreut auf den Fortschritt in den Verhandlungen.

EU: Türkische Regierung hat Medien nichts vorzuschreiben

Die türkische Regierung darf die freie Meinungsäußerung in den Medien nicht behindern. Das hat die Europäische Union nun noch einmal herausgestellt. Durch Straf-und Zivilklagen versucht die Regierung Druck auszuüben. Mit Erfolg: Die Selbstzensur greift um sich.