Alle Artikel zu:

Morde

NSU-Ausschuss „terrorisiert“ Familie von totem Zeugen

Der NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags hat willkürlich Hausdurchsuchungen bei der Familie eines toten - ehemals rechtsradikalen - NSU-Zeugen veranlasst. Zuvor hatte die Anwältin der Familie den Behörden und dem Ausschuss eine „Scheinaufklärung“ in Sachen NSU vorgeworfen.

Kurden-Hochburg Diyarbakir: Vier Tote bei Zusammenstößen

Nur zwei Tage nach den türkischen Parlamentswahlen sind in der Kurdenmetropole Diyarbakir erneut Tote zu beklagen. Nachdem der Vorsitzende einer islamischen Organisation erschossen wurde, kam es zu Zusammenstößen verfeindeter Gruppen. Dabei wurden drei weitere Menschen getötet.

Deutschland beschäftigt sich mit Erdoğan, ignoriert Morde an Türken

Am 29. Mai jährte sich der Brandanschlag von Solingen. Bei dem Anschlag wurden fünf türkischstämmige Frauen und Kinder ermordet. Die Demokratie-Apostel von CDU, SPD und Grünen, die sich in der Öffentlichkeit an ihren aggressiven rhetorischen Attacken gegen die Türkei oder gegen den Islam ergötzen, bleiben stumm. Sie spielen die drei Affen: Sie sehen, hören und reden nicht.

Wie der NSU-Skandal immer wieder Vertrauen zerstört

Die Pannen und Schlampereien bei der Aufarbeitung der Mordserie, welche dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugerechnet werden, sorgen in Deutschland weiterhin für Furore. Obwohl der Nachrichtenwert im Gegensatz zu Beginn der Aufdeckung des peinlichen Skandals immer mehr abnimmt, kommen weiterhin hochgradig dubiose Einzelheiten ans Tageslicht. Es bleibt nach wie vor offen, in wessen Auftrag die Lynchmorde ausgeführt wurden. Das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe hüllt sich immer noch in Schweigen.

Eindrücke vom NSU-Prozess: Nationalsozialistisches Gedankengut ist „Normalität“

Ein NSU-Nebenkläger ist erstaunt über die Details, die im Zuge des NSU-Prozesses ans Tageslicht kommen. Dabei geht es nicht nur um die Fakten in Bezug auf den Prozess. Vielmehr wird deutlich, dass die drei NSU-Terroristen das logische Produkt ihres Umfelds gewesen sind.

NSU-Morde: Mehrheit der Deutsch-Türken glaubt nicht an eine Aufklärung

Eine Umfrage des futureorg Institut hat ergeben, dass die NSU-Morde sich auf die persönliche Lebensplanung der Deutsch-Türken auswirken werde. Doch die Mehrheit der Befragten fühlt sich in Deutschland mäßig bis sehr sicher. Die optimistischste Gruppe sind die Deutsch-Türken unter 25 Jahren. Die Pessimisten sind die Hochqualifizierten.

V-Mann lieferte Konzept für NSU-Terror

Der V-Mann Michael See soll ein Terror-Konzept entwickelt haben, an dem sich das NSU-Trio orientiert habe. Doch als die Bundesanwaltschaft 2011 die Ermittlungen gegen See aufnahm hat der Bundesverfassungsschutz seine V-Mann-Akte unverzüglich vernichtet. Der rechtsradikale V-Mann hat sich anschließend unter anderem Namen ins Ausland abgesetzt.

NSU-Morde: Zeuge Florian H. verbrennt im Auto

Ein wichtiger Zeuge im NSU-Fall ist in seinem Auto verbrannt. Der Wagen soll zunächst explodiert und dann ausgebrannt sein. Doch die Polizei vermutet einen Selbstmord. Florian H. sollte vom Staatsschutz vernommen werden. Bei einer früheren Befragung hatte er auf eine zweite NSU-ähnliche Terrorgruppe hingewiesen. Der Verstorbene war ebenfalls in der rechtsradikalen Szene aktiv.

Öffentliches Interesse am NSU-Prozess ist rapide zurückgegangen

NSU-Opferanwalt Mehmet Daimagüler ist enttäuscht über das geringe Interesse am NSU-Prozess innerhalb der Bevölkerung. Die meisten Menschen interessiert mehr der Wetterbericht, als die Morde und die im Zusammenhang stehenden Behörden-Skandale.

Rechte Anschläge seit April: „NSU lebt weiter und ihr werdet die nächsten Opfer sein“

In den vergangenen Monaten ist es zu mehreren rechtsradikalen Anschlägen gegen Moscheen, Initiativen, Denkmäler und Vereine gekommen. Das Bundesministerium des Innern hat die Vorfälle dokumentiert. Die Anschläge sollen im Zusammenhang mit dem NSU-Prozess stehen.

Keine Waffenniederlegung bei der PKK: KCK dementiert Medienberichte

Die Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK) hat Medienberichte dementiert, wonach eine Gruppe von gut 100-PKK-Anhängern die Waffen niederlegen und die Türkei verlassen wollen. Darüber, so die Untergrundorganisation, gebe es keinerlei Vereinbarungen.

Mutmaßlicher Mörder von Paris: Er war 2012 ganze zehn Mal in der Türkei

Der für die Pariser PKK-Morde Tatverdächtige Ömer G. soll im vergangenen Jahr ganze zehn Mal die Türkei besucht haben. Derzeit ist die hiesige Polizei dabei, seine Spuren nachzuvollziehen. Doch schon jetzt fällt auf: Wie ein „typisches“ PKK-Mitglied hat er sich dabei nicht verhalten.

Mord an PKK-Frauen in Paris: Iran dementiert Verwicklung

In den vergangenen Tagen hat ein Teil der türkischen Presse die Morde an den PKK-Aktivistinnen den Iranern in die Schuhe schieben wollen. Der Iran reagierte und wies jede Anschuldigung zurück. Währenddessen fand heute die Trauerkundgebung für die ermordeten Frauen statt. Wider erwarten kam es hier zu keinen Ausschreitungen

Human Rights Watch: Straflosigkeit für staatliche Morde muss aufgehoben werden

Die Zeit drängt: Nach nur 20 Jahren gelten Morde in der Türkei als verjährt. Die Folge: Die Ermordung Hunderter Personen durch Sicherheitskräfte in Haft oder bei Massenerschießungen in der Zeit nach 1980 sowie die Morde an Tausenden Kurden in den frühen 90er Jahren drohen nun für immer ungesühnt zu bleiben. Jetzt fordert Human Rights Watch die türkischen Behörden auf, endlich zu handeln.

Erdogan: Nazi-Morde ein Komplott wie Ergenekon

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat sich besorgt über die Türkenmorde in Deutschland, aber auch mögliche Verwicklungen des Staates geäußert. In puncto Aufklärung der rechtsterroristischen Fälle könne sich Deutschland ein Vorbild daran nehmen, wie die Türkei mit dem Fall Ergenekon umgegangen sei.

Bis zu hundert V-Leute in der NPD aktiv!

Fast hundert V-Leute des Verfassungsschutzes sollen einem Zeitungsbericht zufolge in der NPD aktiv sein.

Rechtsterror: Auch Politiker, Türken und Islamvertreter potentielle Anschlagsopfer!

Nach dem Fund einer Liste der Rechtsterroristen aus Zwickau zeigt sich: Auch Vertreter türkischer und islamischer Organisationen, aber auch Politiker könnten möglicherweise Anschlagsziele gewesen sein.

Morde von Malatya: Geske-Witwe glaubt an Aufklärung der Hintergründe

Vier Jahre nach dem brutalen Mord an Tilman Geske und zweier türkischer Christen, die gemeinsam in einem Bibel-Verlag in Malatya arbeiteten, gibt seine Witwe Susanne die Hoffnung auf Ergreifung der Drahtzieher noch immer nicht auf.

"Sie sind nur Marionetten!"

Die Morde in Malatya und der Fall Ergenekon sind eng miteinander verbunden, viele Fragen sind aber noch immer offen