Alle Artikel zu:

Naher Osten

Waffenhändler verdienen doppelt: Zuerst kommt der Krieg, dann die Abwehr der Flüchtlinge

Die EU hat die Aufrüstung der Grenzschutzagentur Frontex beschlossen. Von der sich daraus ergebenden Materialbeschaffung profitieren jene Rüstungsfirmen, die die Kriege überhaupt erst möglich machen, in denen Millionen Menschen in die Flucht getrieben werden. Eine neue Untersuchung belegt den fatalen Kreislauf.

Bischof: «Dramatischer Exodus» der Christen im Nahen Osten

In vielen Ländern im Nahen Osten können Christen ihren Glauben nicht frei leben. Das macht auch den deutschen Bischöfen Sorgen. Sie fordern entschlossenes Handeln vor allem beim Thema Waffenexporte.

Anschlag: in Saudi-Arabien: Zwei Polizisten erschossen

In Saudi-Arabien wurden zwei Polizisten von Unbekannten auf offener Straße erschossen. Die Hintergründe sind unklar. Die Tat ereignete sich in einem Viertel, in dem hauptsächlich Schiiten leben. Diese gelten als Regimekritiker.

Zwei Drittel der syrischen Kinder besuchen keine Schule in der Türkei

Zwei Drittel der syrischen Flüchtlingskinder in der Türkei gehen nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch (HRW) nicht zur Schule. Von den mehr als 700 000 syrischen Kindern im Schulalter seien im vergangenen Schuljahr nur rund 200 000 in den Genuss von Unterricht gekommen, hieß es in dem am Montag in Istanbul veröffentlichten Bericht. Grund seien unter anderem Sprachbarrieren und die schlechte finanzielle Situation vieler Flüchtlingsfamilien.

Öl-Exporteure und Importeure der MENA-Region. (Grafik: IWF)

IWF: Saudi-Arabien droht bis 2020 die Zahlungsunfähigkeit

Nach einem Papier des IWF zufolge werden zahlreiche Ölexporteure bis zum Jahr 2020 zahlungsunfähig werden. Aufgrund des Ölpreisverfalls muss Saudi-Arabien seine Devisenreserven anzapfen und zieht gleichzeitig Liquidität aus dem Markt. Eine Haushaltskonsolidierung wird dem Königreich nicht gelingen. Saudi-Arabien und weitere Ölexport-Staaten stehen somit auch vor politischen Umbrüchen.

Kampf gegen IS: USA stellen Irak Ultimatum wegen Kooperation mit Russland

Die USA stellen den Irak vor eine Entscheidung, mit Washington oder Russland zu kooperieren. Eine Zusammenarbeit mit beiden Staaten sei jedenfalls ausgeschlossen. Zuvor kamen Berichte auf, wonach der Irak militärische Unterstützung von Russland im Kampf gegen den IS gefordert haben soll.

Wagenknecht: Der Westen hat den Nahen Osten destabilisiert

In einem Positionspapier fordern Sarah Wagenknecht und Dietmar Bartsch, der Westen müsse sofort alle Maßnahmen ergreifen, um die totale Anarchie im Nahen Osten zu stoppen. Die Linke ist die einzige Partei im Deutschen Bundestag, die sich konkret mit dem Krieg in Syrien und im Irak als Ursache für Flucht und Vertreibung auseinandersetzt.

UNICEF: 13 Millionen Kinder in Krisengebieten gehen nicht zur Schule

Wegen der brutalen Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika gehen laut einem aktuellen UNICEF-Bericht derzeit 13 Millionen Kinder nicht zur Schule. Die fehlenden Bildungs- und Zukunftsperspektiven ihrer Kinder sind ein Grund für Familien aus den Krisengebieten, ihre Heimat zu verlassen und Zuflucht in Europa zu suchen. Der mit Abstand größte Teil der rund vier Millionen syrischen Flüchtlinge hält sich nach wie vor in den Nachbarländern Libanon, Jordanien, Irak und Türkei auf.

Syrien landet 2015 im Ranking von 162 Staaten auf dem letzten Platz (Graphik: Global Peace Index 2015)

Global Peace Index 2015: Globale Gewalt kostet mehr als 14 Billionen US-Dollar

Die weltweiten Kosten, die durch Gewalt entstanden sind, haben 2014 ein Rekordniveau erreicht. Ganze 14,3 Billionen US-Dollar wurden aufgebracht. Das entspricht den kombinierten Volkswirtschaften von Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien.

Syrische Beobachter: IS richtet in neun Tagen 217 Menschen hin

Das Wüten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geht unvermindert weiter. Im Zusammenhang mit der Eroberung der syrische Stadt Palmyra wurden zuletzt mindestens 217 Menschen hingerichtet. Unter den Opfern sind auch zahlreiche Frauen und Kinder.

USA haben Entstehung des Islamischen Staats bewusst nicht verhindert

Ein amerikanischer Geheimdienst-Bericht zeigt, dass der Westen bereits 2012 Anzeichen für das Entstehen eines Islamischen Staats hatte. Doch unternommen haben die Amerikaner nichts, im Gegenteil: Sie sahen in einem solchen Gebilde eine Chance, Syrien zu destabilisieren und Assad zu stürzen. Das Dokument gibt Zeugnis für eine komplett fehlgeleitete Politik, die der Grund für die Flüchtlingswelle nach Europa und die weltweite massive Beschränkung der Bürger- und Freiheitsrechte ist.

Europa kann den Aufstieg der Türkei nicht stoppen

Der „neue“ Kalte Krieg zwischen den USA und Russland beschert der Türkei enorme Möglichkeiten. Als US-Verbündeter und wichtiger Handelspartner Russlands will das Land als verlässliche Regionalmacht beider Seiten auftreten. Moskau und Washington haben sich offenbar mit der Türkei darauf geeinigt, die Europäer vollständig von den Energieressourcen des Nahen Ostens abzuschneiden.

Sabotage um jeden Preis: Erdoğan und Öcalan sollen „beseitigt“ werden

Der Kurdenkonflikt könnte erneut aufflammen. Der Friedensprozess zwischen Kurden und Türken ist in Gefahr. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der PKK-Chef Öcalan sollen „beseitigt“ werden. Das geht aus abgehörten Gesprächen hervor, die auf Youtube abrufbar sind.

Konkurrenz für Frankfurt: Istanbul wird zu wichtigem Internetknoten

Istanbul könnte der Finanzmetropole Frankfurt in absehbarer Zeit den Rang als Europas wichtigster Internetknoten ablaufen. Zusammen mit weiteren Standorten in Italien und Frankreich sollen über die Türkei auch der Kaukasus, der Iran und der gesamte Mittlere Osten an den Knotenpunkt in Frankfurt angeschlossen werden. Immer mehr junge Türken machen den Markt für Unternehmen zunehmend interessant.

In der Seeschlacht von Preveza (1538) konnte Khair ad-Din Barbarossa die Flotte der Hl. Liga noch besiegen. (Foto: Battle of Preveza (1538)Ohannes Umed Behzad gemeinfrei)

Studien: Türkei auf dem Weg zur Weltmacht

Die USA verlieren ihre dominante Rolle in der Welt. Davon profitiert die Türkei, die neben China und dem Iran zu einer „aufstrebenden Macht“ werden wird. Ein möglicher Kurdenstaat im Nordirak bringt aber die Gefahr einer Spaltung der Türkei.

Gefahr aus Russland: Zivilschutz will sich auf militärischen Angriff vorbereiten

Angesichts neuer Waffensysteme und der Konflikte in der Ukraine sowie im Nahen Osten müsse der Schutz der Bevölkerung angepasst werden, so das Bundesamt für Zivilschutz. Im Fall eines Angriffs sei etwa die Funktionsfähigkeit der Bundesregierung nicht sichergestellt.

„Schlimmste Szenerie“: Türkischer Ex-Präsident Gül fürchtet Eskalation im Nahen Osten

Knapp vier Monate nach seinem Ausscheiden aus dem Amt als türkischer Präsident, hat sich Abdullah Gül nun erneut zu Wort gemeldet. Der einstige Staatsmann blickt sorgenvoll in seine Heimatregion. Aufgrund der aktuellen Instabilität rechnet er derzeit mit weiteren unerwarteten und „viel komplizierteren“ Gefahren.

Weltbank-Landeschef: Türkei muss ihre ökonomischen Stärken nicht verstecken

Nach Ansicht des türkischen Weltbank-Landeschefs dürfe die Türkei zumindest aus wirtschaftlicher Sicht deutlich selbstbewusster auftreten. Gleich eine ganze Reihe von Vorteilen machten das Land für Investoren attraktiv. Diese gelte es nun auch in tatsächliche Gewinne zu verwandeln.

Obama beginnt Anti-Terror-Krieg gegen IS – Angriffe auch in Syrien

Zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September vollzieht der US-Präsident einen Kurswechsel im Kampf gegen die Terrormiliz IS. Mit Verbündeten in Europa und dem Nahen Osten will Obama den Kampf gegen den Terror anführen.

Erdoğan in Wien: „Künstliche Grenzen des Nahen Ostens sind Grund für Konflikte “

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdoğan äußert massive Kritik an den aktuellen Genzen des Nahen Ostens. Die seien nach dem Ersten Weltkrieg künstlich erschaffen worden. Das Ergebnis seien immer noch „Blut und Tränen“.