Alle Artikel zu:

NSU-Morde

Premiere in Köln: Stadt bekommt einen türkischen Platz

Die Stadt Köln erhält in naher Zukunft einen Birlikte-Platz. Auf dem Areal im Stadtteil Mülheim soll ein Denkmal zu den Anschlägen des NSU in der Keupstraße und Probsteigasse aufgestellt werden. Bis 2017 könnte alles fertig sein.

Deutsches Rechtsbüro: Selbshilfe-Gruppe für „politisch unkorrekte Deutsche“

Das Deutsche Rechtsbüro steht Bürgern mit rechtem Gedankengut zur Seite. Die Gründerin der „Selbsthilfe-Gruppe“ ist eine Hamburger Rechtsanwältin. NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt soll an einer Schulung der Anwältin teilgenommen haben. Ralf Wohlleben wurde von ihr 2005 vor Gericht vertreten.

NSU-Opfer Anwalt: „Die Ermordung der Polizeibeamtin Kiesewetter ist ein großes Rätsel“

NSU-Kläger Mehmet Daimagüler spricht es aus. Die Ermordung der Polizistin Michele Kiesewetter beinhaltet eine Reihe von Ungereimtheiten. Das Muster entspreche nicht einem Mord aus Hass gegen den Staat. Vieles sei noch im Dunkeln. Auch der Patenonkel Kiesewetters möchte nicht reden. Doch er weiß scheinbar etwas, was der Öffentlichkeit bis heute verborgen geblieben ist.

NSU-Prozess: Davutoğlu fordert Sühne für Mordopfer

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu hat während seiner Deutschlandvisite noch einmal betont, dass die Morde an türkischen Mitbürgern zwischen 2000 und 2007 „rassistische Angriffe“ gewesen wären, die „nicht straffrei bleiben dürfen“. Der Politiker traf sich mit Angehörigen der Opfer in der türkischen Botschaft in Berlin.

Brände von Stuttgart und Köln: Bekir Bozdağ fordert Ermittlungen in alle Richtungen

Der stellvertretende türkische Premier Bekir Bozdağ hat die Herangehensweise der deutschen Behörden bei den jüngsten Brandfällen in der Bundesrepublik scharf kritisiert. Zu schnell würde ein rechtsextremer Hintergrund ausgeschlossen werden. Wie groß das Misstrauen nicht nur bei ihm mittlerweile ist, zeigte bereits die Katastrophe von Backnang am 10. März.

NSU-Prozess: Kenan Kolat fordert Veröffentlichung der Anmeldungen

Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland sagt: Türkische Medien haben sich für die Sitzplätze zum NSU-Prozess rechtzeitig angemeldet. Er fordert: Die Veröffentlichung der Eingänge der Anmeldungen. Die gesamte Vorgehensweise sei „skandalös“.

NSU-Prozess: Türkische Medien müssen draußen bleiben

Türkische Medien sind zum NSU-Prozess nicht zugelassen, weil sie sich - den Infos des OLG München zufolge - nicht rechtzeitig angemeldet haben. Insgesamt 123 Medien hatten sich für die 50 verfügbaren Sitzplätze beworben. Zuvor verwehrte das OLG auch dem türkischen Botschafter Karslıoğlu einen Sitzplatz. Doch Karslıoğlu sagt, dass er am ersten Verhandlungs-Tag dem NSU-Prozess beiwohnen werde.

Klaus J. Bade: Sarrazins Thesen bedienen den Kultur-Rassismus

Bei seiner Buchvorstellung in Berlin hat der Migrationsforscher Klaus J. Bade gesagt, dass sich der Kultur-Rassismus in Deutschland immer weiter ausbreite. Diese Entwicklung halte er für gefährlich. Er wünsche sich mutige Politiker, die positive Botschaften an die Bevölkerung aussenden.

NSU-Ausschuss: Otto Schily beteuert seine Unschuld

Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily spielt den Ahnungslosen. Bei seinem Auftritt vor dem NSU-Ausschuss konnte er auf einen Großteil der Fragen der Ausschuss-Mitglieder nicht antworten. Begründung: Erinnerungslücken. Auch seine ehemalige Referatsleiterin zeigte sich in ihren Antworten sehr verhalten.

NSU-Morde: Erzbistum unterstützt Opferfamilien bei Prozess

Das Erzbistum München-Freising hat allen Familien, die beim Prozess gegen die NSU-Mitglieder als Nebenkläger auftreten, finanzielle Unterstützung zugesagt. Für Fahrt- und Übernachtungskosten der Familien stünden 20.000 Euro zur Verfügung. Das gab Barbara John, Ombudsfrau für die Hinterbliebenen, bekannt.

Deutsches Gericht brüskiert türkischen Botschafter: Kein fester Platz beim NSU-Prozess

An deutschen Gerichten gibt es keine Platzreservierungen für politische Würdenträger - auch nicht, wenn diese eigens aus der Türkei anreisen und ebenfalls nicht, wenn es um einen NSU-Prozess geht. Diese Erfahrung machten jetzt der türkische Botschafter und der Menschenrechtsbeauftragte des türkischen Parlaments. Ihr Gesuch wurde vom Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München abgewiesen.

Klaus J. Bade: Integrationspolitik muss als Gesellschaftspolitik für alle verstanden werden

Der Berliner Migrationsforscher Klaus J. Bade ist der Ansicht, dass man die Chance für eine konstruktive Integrationsdebatte in den Jahren 2010/11 verpasst habe. Stattdessen wurde eine Debatte über „Islamkritik“ geführt, bei der es eine Verbindung zwischen Wortgewalt und Tatgewalt gab. „Islamkritik“ sei oft ein Deckmantel für Kulturrassismus.

NSU-Ausschuss: Ankara fordert Aufklärung und politische Konsequenzen

Im Rahmen des Besuchs der NSU-Untersuchungskommission in Ankara, fanden Gespräche mit Vertretern der türkischen Regierung statt. Edathy versprach eine lückenlose Aufklärung der Morde. Er selbst hatte 2012 dem derzeitigen Ministerpräsidenten Hessens, Volker Bouffier, „Verhinderung von Strafverfolgung im Amt“ vorgeworfen. Bouffier soll einen Mordverdächtigen des Verfassungsschutzes gedeckt haben.

NSU-Terror​: Türkische Gemeinde will eigenen Untersuchu​ngsbericht veröffentl​ichen

Die türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) möchte der Öffentlichkeit in den kommenden Monaten einen eigenen Bericht zur NSU vorlegen. Offenbar misstraut man der skandalbehafteten deutschen Politik in der Aufklärung der Morde.

NSU-Morde: Innenministerium will keine Auskunft geben

Der NSU-Ausschuss hat einen schweren Stand. Das Bundesinnenministerium verweigert der Untersuchungskommission die Kooperation. Erdoğan hatte schon 2011 deutschen Behörden die Existenz eines "tiefen Staates" unterstellt.

Gauck empfängt die Familien der NSU-Opfer

Nachdem Bundespräsident Gauck im Januar den NSU-Untersuchungsausschuss empfängt, will er auch die Familien der NSU-Opfer treffen. Anschließend beginnt im März der NSU-Prozess.

Entnazifizierung brauner Gedanken möglich

Für die einen sind sie Märtyrer. Für die anderen nur die Spitze eines Eisbergs und nur das, was von den rechtsextremistischen Umtrieben sowie der braunen Unterwanderung einiger Behörden offen zu Tage trat. Vor etwa einem Jahr ist die rechtsterroristische Neonaziorganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) aufgedeckt geworden.

Sebastian Edathy in Ankara: Türkische Regierung verfolgt Aufklärung der NSU-Morde genau

Der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy (SPD), ist seit vergangenen Montag in Ankara zu Gast, um der Untersuchungskommission für Menschenrechte des türkischen Parlaments über die aktuellen Fortschritte zu berichten. Noch immer gibt es von Seiten der Türkei Bedenken, dass die Ermittlungen auch wirklich ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Kenan Kolat: Deutschland hat ein „riesiges Rassismus-Problem“

Schreddern, Vertuschen, Versäumen. Das sind die bisherigen Folgen der Aufklärungsversuche von Politik und Verfassungsämtern. Die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisiert deshalb scharf die bisherigen Schritte und sieht ein weit größeres Problem in Deutschland: den Rassismus.