Alle Artikel zu:

NSU-Prozess

Erneut möglicher NSU-Zeuge tot

Um aus dem NSU-Komplex Fragen abzuleiten oder Zweifel zu formulieren, muss man kein Verschwörungstheoretiker sein. Nicht nur der so genannte NSU-Prozess, sondern auch die gesamte Entwicklung um den NSU-Komplex wird immer mehr zu einer Farce.

Nagelbombenanschlag von Köln: Für Anwohner ist das Kapitel noch lange nicht abgeschlossen

Im Sommer des Jahres 2004 erlangte die Kölner Keupstraße traurige Bekanntheit durch den Nagelbombenanschlag. Damals wurden 22 Menschen verletzt. Ab kommenden Montag ist der Anschlag Thema im Münchner NSU-Prozess. Für viele Bewohner und Händler der Straße ist das Thema noch lange nicht abgeschlossen.

Neues Kapitel im NSU-Prozess: Gericht beschäftigt sich erstmals mit letztem Verbrechen in Köln

Der Münchner NSU-Prozess läuft nun bereits seit 172 Verhandlungstagen. Doch auch nach eineinhalb Jahren scheint ein Ende nicht absehbar. Mittlerweile erfolgt das Verfahren weitestgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Am kommenden Montag könnte sich das jedoch ändern: Erstmals wird sich das Gericht ausführlich mit dem Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße beschäftigen, der dem NSU angelastet wird.

Rechte Anschläge seit April: „NSU lebt weiter und ihr werdet die nächsten Opfer sein“

In den vergangenen Monaten ist es zu mehreren rechtsradikalen Anschlägen gegen Moscheen, Initiativen, Denkmäler und Vereine gekommen. Das Bundesministerium des Innern hat die Vorfälle dokumentiert. Die Anschläge sollen im Zusammenhang mit dem NSU-Prozess stehen.

Grünen-Abgeordneter zum NSU-Prozess: „Ein unwürdiges Schauspiel im Gerichtssaal“

Der zweite Verhandlungstag im NSU-Prozess lief hitzig ab. Die Verteidigung versuchte durch durchgehende Anträge den Prozess zu verzögern. Der Grünen-Abgeordnete Mehmet Kılıç zeigte sich erbost über die Tricksereien der Verteidigung. Zuvor hatte Verfassungsschutz-Präsident Maaßen geraten, die Erwartungen an den Prozess nicht zu hoch zu setzen.

NSU-Opfer Anwalt: „Die Ermordung der Polizeibeamtin Kiesewetter ist ein großes Rätsel“

NSU-Kläger Mehmet Daimagüler spricht es aus. Die Ermordung der Polizistin Michele Kiesewetter beinhaltet eine Reihe von Ungereimtheiten. Das Muster entspreche nicht einem Mord aus Hass gegen den Staat. Vieles sei noch im Dunkeln. Auch der Patenonkel Kiesewetters möchte nicht reden. Doch er weiß scheinbar etwas, was der Öffentlichkeit bis heute verborgen geblieben ist.

NSU-Prozess: Davutoğlu fordert Sühne für Mordopfer

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu hat während seiner Deutschlandvisite noch einmal betont, dass die Morde an türkischen Mitbürgern zwischen 2000 und 2007 „rassistische Angriffe“ gewesen wären, die „nicht straffrei bleiben dürfen“. Der Politiker traf sich mit Angehörigen der Opfer in der türkischen Botschaft in Berlin.

Egemen Bağış: „NSU-Prozess bietet Chance für besseres deutsches Image“

EU-Minister Egemen Bağış meint, dass Deutschland den NSU-Prozess nutzen könne, um das Image des Landes in ein besseres Licht zu rücken. Die Türkei und Deutschland seien Verbündete und dieses Verhältnis müsse gepflegt werden. Doch die Situation der Deutsch-Türken könnte besser sein.

NSU-Prozess gerät aus den Fugen: Anschlag auf Rechtsanwaltskanzlei

In der Nacht zum Montag wurde ein Anschlag auf die Kanzlei des Rechtsanwalts vom NSU-Angeklagten Ralf Wohlleben verübt. Der NSU-Prozess wurde aufgrund von Befangenheitsanträgen seitens der Verteidigung auf den 14. Mai vertagt.

Skandal: NSU-Opfer von Polizei als „Schmarotzer“ bezeichnet

Die Skandale um die NSU-Affäre wollen nicht abreißen. Das NSU-Opfer Süleyman Taşköprü soll in einem Dokument der Hamburger Polizei als „Schmarotzer“ bezeichnet worden sein. Doch Taşköprüs Familie würde das nicht wundern. Sie hat ihren Glauben an den deutschen Staat und seine Behörden schon längst verloren.

Medien beim NSU-Prozess: Türken, Griechen und Iraner erhalten Plätze

Vier Plätze für türkische Medien und jeweils ein Platz für griechische und persische Medien sind nun reserviert. Doch das Zufallsprinzip soll bei der konkreten Vergabe der Presseplätze im NSU-Prozess entscheiden. Alle türkischen Zeitungen können am Losverfahren teilnehmen.

CHP-Auslandskoordinator:Türkische Menschenrechts-Kommission kommt zum NSU-Prozess

Ali Kılıç, Auslandskoordinator der sozialdemokratischen CHP, sagt: Deutschland ist die neue Heimat der Deutsch-Türken. Die Leute möchten nicht mehr wie die „Stiefkinder“ der Nation behandelt werden. Der NSU-Prozess spielt eine große Rolle für die deutsch-türkische Bevölkerung. Doch auch die Türkei beobachtet den Prozess und wird eine Delegation der parlamentarischen Menschenrechts-Kommission nach München entsenden.

Neuer KRM-Sprecher Mazyek: Deutschlands Ansehen in Gefahr

Der neue KRM-Sprecher Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), zeigt sich besorgt über die jüngsten Schlagzeilen in Deutschland. Anlässlich des Sprecherwechsels beim Koordinationsrat der Muslime äußerte er sich zum neuesten Köln eines türkischen Wohnhauses in Köln sowie zum NSU-Prozess. Der türkischen Kritik folgte nun allerdings ein Konter aus Deutschland.

NSU-Prozess: Die Waage der Justitia und ein Kommunikationsdesaster

Am 17. April 2013 beginnt einer der wichtigsten und brisantesten Gerichtsprozesse der deutschen Nachkriegszeit. Es geht um den Mord an zehn Menschen. Darunter acht Türken, ein Grieche sowie eine deutsche Polizeikommissarin. Bei diesem Prozess steht Deutschland national wie international unter...

NSU-Verfahren: Sevim Dağdelen fordert großen Saal und mehr internationale Presse

Die Bundestags-Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Sevim Dağdelen, sagt, dass der NSU-Prozess ein großes internationales Aufsehen errege. Das OLG München müsse jenem Umstand gerecht werden. Einen größeren Verhandlungs-Saal und mehr internationale Medien beim Prozess, fordert sie. Der Generalsekretär der AABF, Ali Doğan, schließt sich dem Vorschlag Dağdelens an. Denn nur so könne man verloren gegangenes Vertrauen wieder gewinnen.

NSU-Prozess: Kenan Kolat fordert Veröffentlichung der Anmeldungen

Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland sagt: Türkische Medien haben sich für die Sitzplätze zum NSU-Prozess rechtzeitig angemeldet. Er fordert: Die Veröffentlichung der Eingänge der Anmeldungen. Die gesamte Vorgehensweise sei „skandalös“.

NSU-Prozess: Türkische Medien müssen draußen bleiben

Türkische Medien sind zum NSU-Prozess nicht zugelassen, weil sie sich - den Infos des OLG München zufolge - nicht rechtzeitig angemeldet haben. Insgesamt 123 Medien hatten sich für die 50 verfügbaren Sitzplätze beworben. Zuvor verwehrte das OLG auch dem türkischen Botschafter Karslıoğlu einen Sitzplatz. Doch Karslıoğlu sagt, dass er am ersten Verhandlungs-Tag dem NSU-Prozess beiwohnen werde.

Klaus J. Bade: Sarrazins Thesen bedienen den Kultur-Rassismus

Bei seiner Buchvorstellung in Berlin hat der Migrationsforscher Klaus J. Bade gesagt, dass sich der Kultur-Rassismus in Deutschland immer weiter ausbreite. Diese Entwicklung halte er für gefährlich. Er wünsche sich mutige Politiker, die positive Botschaften an die Bevölkerung aussenden.

NSU-Morde: Erzbistum unterstützt Opferfamilien bei Prozess

Das Erzbistum München-Freising hat allen Familien, die beim Prozess gegen die NSU-Mitglieder als Nebenkläger auftreten, finanzielle Unterstützung zugesagt. Für Fahrt- und Übernachtungskosten der Familien stünden 20.000 Euro zur Verfügung. Das gab Barbara John, Ombudsfrau für die Hinterbliebenen, bekannt.

Deutsches Gericht brüskiert türkischen Botschafter: Kein fester Platz beim NSU-Prozess

An deutschen Gerichten gibt es keine Platzreservierungen für politische Würdenträger - auch nicht, wenn diese eigens aus der Türkei anreisen und ebenfalls nicht, wenn es um einen NSU-Prozess geht. Diese Erfahrung machten jetzt der türkische Botschafter und der Menschenrechtsbeauftragte des türkischen Parlaments. Ihr Gesuch wurde vom Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München abgewiesen.