Alle Artikel zu:

NSU

V-Mann lieferte Konzept für NSU-Terror

Der V-Mann Michael See soll ein Terror-Konzept entwickelt haben, an dem sich das NSU-Trio orientiert habe. Doch als die Bundesanwaltschaft 2011 die Ermittlungen gegen See aufnahm hat der Bundesverfassungsschutz seine V-Mann-Akte unverzüglich vernichtet. Der rechtsradikale V-Mann hat sich anschließend unter anderem Namen ins Ausland abgesetzt.

NSU-Morde: Zeuge Florian H. verbrennt im Auto

Ein wichtiger Zeuge im NSU-Fall ist in seinem Auto verbrannt. Der Wagen soll zunächst explodiert und dann ausgebrannt sein. Doch die Polizei vermutet einen Selbstmord. Florian H. sollte vom Staatsschutz vernommen werden. Bei einer früheren Befragung hatte er auf eine zweite NSU-ähnliche Terrorgruppe hingewiesen. Der Verstorbene war ebenfalls in der rechtsradikalen Szene aktiv.

NSU-Prozess: Rechter Verfassungsschutz-Agent Andreas Temme wird befragt

Andreas Temme, ehemaliger Oberinspektor des hessischen Verfassungsschutzes, soll vom OLG München befragt werden. Zuvor wurde er kurz nach dem Mord an Halit Yozgat von der Polizei in U-Haft genommen. Er galt als Tatverdächtiger. Doch die Landesregierung veranlasste seine Freilassung.

Türkische Gemeinde: Deutsche Bürger haben Behörden-Rassismus mitfinanziert

Die Türkische Gemeinde Deutschland fordert die Abschaffung des Verfassungsschutzes. Zur Aufklärung der NSU-Morde habe dieser in keiner Weise beigetragen. Die deutschen Bürger hätten „mit ihren Steuergeldern rassistische Strukturen indirekt finanziert“.

Aydan Özoguz: Vielfalt in den Behörden hätte NSU-Morde verhindern können

Mitarbeiter mit Migrationshintergrund in den Behörden hätten die Mordserie der NSU verhindern können, so die stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Aydan Özoguz. Für die Zukunft müsse aus diesen Fehlern gelernt werden.

Öffentliches Interesse am NSU-Prozess ist rapide zurückgegangen

NSU-Opferanwalt Mehmet Daimagüler ist enttäuscht über das geringe Interesse am NSU-Prozess innerhalb der Bevölkerung. Die meisten Menschen interessiert mehr der Wetterbericht, als die Morde und die im Zusammenhang stehenden Behörden-Skandale.

NSU-Bericht enttäuschend: „Institutioneller Rassismus“ wird ausgeblendet

Der Abschlussbericht des NSU-Ausschusses ist für die Nebenkläger nur unzureichend. Sie warnen davor, mit dem Bericht das Thema abzuhaken. Große Probleme wie der institutionelle Rassismus würden ausgeblendet werden. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft lehnt diese Kritik ab.

Deutschland schulte Ägyptens Geheimdienst gegen Regierungs-Kritiker

Die Diskussion um die NSA in Deutschland ist pure Heuchelei: Deutsche Dienste haben den gefürchteten ägyptischen Staatssicherheitsdienst geschult, wie er Dissidenten überwachen und ausforschen kann. Damit können die Militärs in Ägypten in ihrem brutalen Kampf gegen die Muslim-Brüder auf deutsches Know-How zurückgreifen. Auch die türkischen und tunesischen Sicherheits-Dienste wurden von den Deutschen ausgebildet. Eine politische Kontrolle hat nicht stattgefunden. Das Versagen der Bundesregierung ist evident.

NSU-Prozess: Staatsanwaltschaft in Gera vernichtete Beweismaterial

Im NSU-Skandal ist ein weiterer Fall der Aktenvernichtung publik geworden. Die Staatsanwaltschaft in Gera hat 2005 eine Telefonliste von Uwe Böhnhardt vernichtet. In die Vernichtung von NSU-Akten war auch der Verfassungsschutz involviert. Der NSU-Ausschuss wirft den Behörden eine vorsätzliche „Vertuschungsaktionen“ vor.

„SOKO Bosporus“: NSU-Mordse​rie soll verfilmt werden

Ismet Pan, deutsch-türkischer Regisseur und Schauspieler, möchte die NSU-Mordserie verfilmen. Im Vorfeld hat er sich mit Polizeibeamten, Angehörigen der NSU-Opfer und Bürgern unterhalten. Er soll von zahlreichen Menschen positive Reaktionen auf sein Vorhaben erhalten haben.

Dortmund: Neues Mahnmal erinnert an NSU-Opfer

In Dortmund erinnert jetzt ein Mahnmal an alle zehn Opfer des NSU-Terrors. Unweit davon war am 4. April im Jahre 2006 der 39 Jahre alte Mehmet Kubasik in seinem Kiosk auf der Mallinckrodtstraße kaltblütig von mutmaßlichen Tätern des NSU ermordet worden.

NSU-Prozess: Carsten S. fühlt sich mitverantwortlich für Morde

Der NSU-Angeklagte Carsten S. fühlt sich mitverantwortlich für die Morde des NSU-Trios. Er soll die Tatwaffe besorgt haben und ist bisher auch der Einzige, der sich bei den Hinterbliebenen der NSU-Opfer entschuldigt hat.

Rechte Anschläge seit April: „NSU lebt weiter und ihr werdet die nächsten Opfer sein“

In den vergangenen Monaten ist es zu mehreren rechtsradikalen Anschlägen gegen Moscheen, Initiativen, Denkmäler und Vereine gekommen. Das Bundesministerium des Innern hat die Vorfälle dokumentiert. Die Anschläge sollen im Zusammenhang mit dem NSU-Prozess stehen.

Genc-Preis für NSU-Hinterbliebene: Tülin Özüdogru gibt der Gesellschaft keine Schuld

Tülin Özüdogru, deren Vater Abdurrahim 2001 in Nürnberg von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ mit zwei Kopfschüssen in seiner Änderungsschneiderei erschossen wurde, ist am vergangenen Dienstag mit dem Genc-Preis ausgezeichnet worden. Für die Jury ist die junge Frau ein „herausragendes Beispiel für Versöhnung“.

Überwachung: Deutsche Polizei-Gewerkschaft wünscht sich US-Methoden

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft wünscht sich Überwachungs-Methoden wie in den USA auch für Deutschland. Er kritisiert den „überzogenen Datenschutz“. Denn das wertvollste Bürgerrecht sei der Schutz vor Terror und Kriminalität.

Geschmacklosigkeit bei Anne Will: Islamisten-Gespräch 20 Jahre nach Solingen

Am 20. Jahrestag des Brandanschlags von Solingen thematisiert die ARD den radikalen Islamismus. Die Religionspädagogin Lamya Kaddor meint, dass das aktuellere Thema Rassismus sein müsse. Sie übt Kritik an der ARD-Redaktion und ist irritiert über die Themenauswahl. Doch die ARD reihe sich schon seit langem in einen anti-muslimischen Trend ein.

Abschlusssitzung der NSU: Rolle der Sicherheitsbehörden ist „beschämend“

Sebastian Edathy sagt: In der NSU-Affäre liegt ein „beispielloses und beschämendes Versagen“ seitens der Sicherheitsbehörden vor. Zuvor hatte NSU-Opferanwalt Mehmet Daimagüler gesagt: Es gibt institutionellen Rassismus.

Grünen-Abgeordneter zum NSU-Prozess: „Ein unwürdiges Schauspiel im Gerichtssaal“

Der zweite Verhandlungstag im NSU-Prozess lief hitzig ab. Die Verteidigung versuchte durch durchgehende Anträge den Prozess zu verzögern. Der Grünen-Abgeordnete Mehmet Kılıç zeigte sich erbost über die Tricksereien der Verteidigung. Zuvor hatte Verfassungsschutz-Präsident Maaßen geraten, die Erwartungen an den Prozess nicht zu hoch zu setzen.

Scharfer Blick auf NSU-Prozess: Davutoğlu sieht in Deutschland nach dem „Rechten“

Außenminister Davutoğlu kommt nach Deutschland. Er wird sich mit den NSU-Opferfamilien und deutsch-türkischen Verbänden treffen. Doch im Zentrum seiner Reise steht die Vertiefung der strategischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei im Rahmen eines „Strategischen Dialogs“.

Egemen Bağış: „NSU-Prozess bietet Chance für besseres deutsches Image“

EU-Minister Egemen Bağış meint, dass Deutschland den NSU-Prozess nutzen könne, um das Image des Landes in ein besseres Licht zu rücken. Die Türkei und Deutschland seien Verbündete und dieses Verhältnis müsse gepflegt werden. Doch die Situation der Deutsch-Türken könnte besser sein.