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Pflege

Pflege: Deutsche haben Vertrauen verloren

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass die Qualität von Pflegeeinrichtung stark variiert. Personalmangel, Überlastung und Berichte über den bewussten Einsatz von Tranquilizern haben die Bürger stark verunsichert.

In den allermeisten Fällen sorgen Familienangehörige dafür, dass die Älteren einen angenehmen Lebensabend haben. (Foto: Techniker Krankenkasse)

Pflegende Angehörige künftig besser gegen Arbeitslosigkeit abgesichert

Mit der aktuellen Pflegereform will der Gesetzgeber Menschen, die ein Familienmitglied pflegen, besser sozial absichern. Beispielsweise sollen sie künftig automatisch gegen Arbeitslosigkeit versichert sein.

Bis 2060 soll die Zahl der Pflegebedürftigen auf 4,7 Millionen steigen. (Foto: Flickr/Myfuture.com/CC by nd 2.0)

Bundesverband warnt vor Pflegenotstand

Im Zuge der Demographie-Entwicklung in Deutschland wird die Bedeutung der Pflege immer wichtiger. Doch noch nicht in allen Bundesländern wird dies wahrgenommen. So pendeln tausende Pflegekräfte aus Brandenburg täglich, statt in ihrem Bundesland zu arbeiten. Und in Baden-Württemberg droht ein Abbau der Pflegeplätze.

Zukünftig gibt es fünf statt nur drei Pflegestufen. (Foto: Warming the bones by Pedro Ribeiro Simões CC BY 2.0)

Bundesregierung erweitert Ansprüche auf Pflegeleistung

Das Bundeskabinett hat den Entwurf des Zweiten Pflegestärkungsesetzes beschlossen. Kern sind eine neue Definition der Pflegebedürftigkeit und ein neues Begutachtungssystem. Damit werden Menschen mit Demenz und psychischen Beeinträchtigungen ab 2017 bessergestellt.

Reservistenverband will Freiwilligendienst für Migranten

Der Präsident des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter, schlägt vor, den Freiwilligendienst gezielt auf Bürger mit Migrationshintergrund auszuweiten. Dies geht aus einem internen Konzeptpapier Kiesewetters mit dem Titel «Jahr des Zusammenhalts» hervor.

Teure Pflege: Mehr als jeder Dritte Deutsche muss zahlen

Die hohe finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen im familiären Umfeld ist immer noch tabu. Vor allem junge Leute wissen kaum, was auf sie zukommen kann. Da die gesetzliche Pflegeversicherung nicht alle Kosten deckt, können je nach Umfang der Pflegebedürftigkeit schnell Zusatzbelastungen von über 2.000 Euro im Monat anfallen.

Ausländische Pflegekräfte scheitern an bürokratischen Hürden

Der Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal in Deutschland führt nicht dazu, dass Unternehmen im Ausland nach Personal suchen. Probleme bei der Einwanderung und Anerkennung von Qualifikationen lassen sie eher Pflegekräfte aus anderen deutschen Einrichtungen abwerben.

Qualität deutscher Pflegeeinrichtungen ist nicht messbar

Einer Umfrage zufolge zweifeln 58 Prozent der Deutschen an der Qualität der Pflege in Deutschland. Die Bundesregierung will das „unnütze“ Benotungssystem der Pflegeeinrichtungen abschaffen. Tatsache ist: Es fehlt an Fachkräften und die Qualifizierung der Angestellten kostet Geld. Eine Pflegereform kann das nicht ausblenden.

Mindestlohn treibt Kosten für Pflegebedürftige in die Höhe

Pflegebedürftige und deren Angehörige müssen künftig mehr für Pflegeheimen dazu bezahlen. Der Mindestlohn treibt die Personalkosten der Einrichtungen nach oben. Die Zuzahlungen für Pflegeplätze steigen um bis zu 72 Euro pro Monat.

Ärztemangel: In Deutschland fehlen 110.000 Ärzte bis 2030

Der Ärztemangel in Deutschland wird sich in den nächsten Jahren verschlimmern. Vor allem an Hausärzten fehlt es. Die jungen Mediziner scheuen die Eröffnung einer eigenen Praxis. Sie suchen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf, Familie und Freizeit in einer Festanstellung.

Gesundheitsvorsorge: Bundesregierung will Situation für Menschen mit Einwanderungshintergrund verbessern

Die Migranten in Deutschland kommen ins Rentenalter. Sollten sie medizinische oder pflegerische Hilfe brauchen, müssen kulturelle Unterschiede überwunden werden. Die Bundesregierung hat deshalb 2015 hier ein Schwerpunktthema gesetzt.

Japan: Pflege-Roboter betreuen Senioren

Ein neuer Roboter soll die Pflege von Senioren erleichtern: Der Robobear kann Patienten vom Bett in den Rollstuhl heben oder beim Aufstehen helfen. Die Hersteller versprechen eine „starke und sanfte Pflegehilfe für Ältere“.

Migranten wünschen sich mehr kultursensible Pflege

Die wachsende Gruppe der Senioren mit Migratinshintergrund in Deutschland stellt besondere Anforderungen an die Pflege. Gerade Muslime wünschen sich kultursensible Pfleger, die auf besondere Essgewohnheiten und Hygienevorschriften eingehen.

Höhere Pflegebeiträge entlasten Angehörige und stärken Heime

Die Pflegereform kostet viel Geld. Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern werden in zwei Stufen angehoben. Doch das ist erst der Anfang. Bis 2030 könnten die Kosten explodieren. Die Bundesregierung stärkt daher Pflegeeinrichtungen mit mehr Personal und entlastet Angehörige. Ein Vorsorgefonds soll die geburtenstarken Jahrgänge absichern.

Bundesregierung will Pflege im Krankenhaus besser finanzieren

Der Pflege-Gesetzentwurf der Bundesregierung sei unzureichend, warnen Sozialverbände. Wer heute Angehörige selbst pflegt, habe ein erhöhtes Armutsrisiko. Die Bundesregierung will im Rahmen der Krankenhausreform sicherstellen, dass finanzielle Mittel für die Pflege nicht zweckentfremdet werden.

Versicherer verkaufen kaum Pflegezusatzversicherungen

Nur drei Prozent der Bevölkerung ist im Besitz einer Pflegezusatzversicherung. Die Versicherer haben es versäumt, ihren Kunden den Zweck des Produktes zu vermitteln. Über 60 Prozent glauben, die Versicherung zahle im Ernstfall nicht. Über 80 Prozent glauben, die Angehörigen können die Kosten im Pflegefall tragen.

Gesundheitsminister geht Reform-Offensive noch 2014 an

Die Pflegereform hat höchste Priorität für das Gesundheitsministerium. Doch auch der Kampf gegen den Ärztemangel in ländlichen Regionen und die Modernisierung der IT-Infrastruktur soll noch 2014 angegangen werden. Die Gesetzentwürfe sollen schnell stehen. Die Finanzierung dieser Projekte steht auf der Kippe, wenn der Schuldendienst auf Bundesebene dem Reformeifer im Gesundheitssystem weiterhin vorgezogen wird.

Pflege-Vorsorgefonds so sicher „wie das Gold der Bundesbank“

Der Pflege-Vorsorgefonds bleibt unter der Kontrolle der Bundesbank. Ein Missbrauch der jährlich 1,2 Milliarden Euro soll dadurch ausgeschlossen werden. Gesundheitsminister Herman Gröhe sagte, „eine Zweckentfremdung muss so tabu sein wie beim Gold der Bundesbank.” Der Fonds soll die steigenden Pflegekosten der kommenden Jahre decken.

Unnötige Sedierungen und Fixierungen: Umgang mit Demenz-Patienten in Krankenhäusern ist mangelhaft

Eine Befragung weist auf gravierende Mängel bei der Versorgung von Demenzkranken in Krankhäusern hin. Viele Kliniken haben nicht genug Personal, um die gestiegene Anzahl älterer und dementer Patienten zu betreuen. Unnötige Sedierungen und Fixierungen sind die Folge.

Neue Konzepte in der Pflege: Firmen konkurrieren um Fördertöpfe

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen nimmt das Konzept „AltenPflege 5.0“ in ein Modellprogramm auf, das die häusliche Pflege weiter entwickeln soll. Das Konzept verbindet seniorengerechtes Wohnen mit Tagesbetreuung und ambulanter Pflege. Insgesamt stehen zur Förderung innovativer Pflegekonzepte 10 Millionen Euro zur Verfügung.