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Pharmaindustrie

Wachstumsmarkt Depression

Weltweit leidet fast jeder zehnte Mensch an einer Depression beziehungsweise starken Angstzuständen. Das kostet die Weltwirtschaft jedes Jahr etwa 900 Milliarden Euro. Vor allem durch Fehlzeiten und Produktionsausfälle in Folge der Erkrankung werden diese hohen Kosten verursacht, geht aus dem aktuellen Bericht der WHO hervor.

Die Top-10 Pharmaunternehmen des EU-Transparenzregisters. (Grafik: Corporate Europe)

Pharmaindustrie investiert Millionen in Lobbyarbeit in der EU

Der Einfluss der Pharmaindustrie auf die EU-Politik ist enorm. 40 Millionen Euro gaben sie aus, um einen Einfluss auf Politiker wie EU-Kommissionspräsident Juncker zu erhalten. Bayer hat mit Abstand die meisten Gelder in die Lobbyarbeit gesteckt.

Pharmafirmen sollen Spenden an Selbsthilfegruppen offen legen

Ersatzkassen und Ärzte wollen den Einfluss der Pharmaunternehmen auf Selbsthilfegruppen eindämmen. Diese spenden oft hohe Summen, um ihre eigenen Produkte direkt an die Zielgruppe zu vermarkten, so der Vorwurf. Die Pharmafirmen verweisen auf ihre Leitsätze zur Transparenz. Doch der Druck auf die Industrie nimmt zu.

Ärzte wollen Namen für Antikorruptionsgesetz nicht preisgeben

Die Bundesregierung will die Namen aller Ärzte veröffentlichen, die Zuwendungen von der Pharmaindustrie erhalten – auch wenn es sich dabei um Kugelschreiber und Notizblöcke handelt. Das geht vielen Medizinern zu weit. Die Pharmaindustrie begrüßt das Gesetz. Ärzte hingegen fühlen sich stigmatisiert und unter den Generalverdacht der Korruption gestellt.

„Pille danach“ beschert HRA Pharma riesen Absatzwachstum

Die Freigabe der Pille danach ohne Rezept führt zu Absatzsteigerungen des Medikamentes. HRA Pharma profitiert am meisten. Doch Mediziner warnen vor einem sorglosen Umgang mit dem stark dosierten Hormon-Präparat. Es sei immer noch ratsam, einen Arzt vor der Einnahme zu Rate zu ziehen.

Nutzenbewertung erhöht Transparenz bei Medikamenten

Das Gesetz zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln zwingt Pharmahersteller zu mehr Transparenz bei klinischen Studien. Dadurch erhalten Ärzte, Kassen und Patienten mehr Informationen zu den neuen Medikamenten. Das Konzept soll von anderen europäischen Ländern adaptiert werden.

Zahlreiche Medikamente der Pharmaindustrie sind überflüssig

Prüfverfahren für neue Medikamente ergeben, dass fast die Hälfte aller Arzneimittel keinen Zusatznutzen aufweisen. Die Pharmaindustrie kritisiert die Studie, auch weil ihr dadurch Zahlungsausfälle drohen: Das Verfahren sei fehlerhaft.

Gefälschte Studien: EU empfiehlt Verkaufs-Stopp für 52 Arzneimittel in Deutschland

In Deutschland stehen 52 Arzneimittel unter dem Verdacht, nicht ausreichend geprüft worden zu sein. Die EU empfiehlt daher einen Verkaufsstopp. Betroffen sind Generika aus Indien. Das Schwellenland steht unter massivem Druck der US-Pharmalobby, sein Patentrecht zu ändern und die Preise für Nachahmerpräparate anzuheben – zum Nachteil von Millionen von Menschen.

Arzneimittelkommission kritisiert Preispolitik der Pharmafirmen

Pharmafirmen umgehen die Neubewertung der Arzneimittel, indem sie die Preise für neue Produkte im ersten Jahr höher ansetzen. Setzt die Preisbewertung schließlich ein, haben sich Entwicklungs- und Investitionskosten meist schon amortisiert. Die Arzneimittelkommission der Ärzteschaft kritisiert diese Vorgehensweise.

Wettlauf gegen die Epidemie: Kann Ebola mit Vitamin-C bekämpft werden?

Besonders in den USA greift derzeit die Panik wegen Ebola um sich. Ein Arzt, der anonym bleiben möchte, hat aber jetzt behauptet, dass das tödliche Virus einfach mit Vitamin C besiegt werden kann. Unterdessen werden bereits Amerikaner als Versuchspersonen von bisher ungetesteten Medikamenten genutzt. Die US-Gesundheitsbehörden suchen unterdessen weiter nach einem Impfstoff und haben am Mittwoch zunächst ein vom Militär entwickeltes Diagnose-Verfahren genehmigt.

Keine Spritzen mehr: Internetriese Google will auf den Pharmamarkt

Eine neuartige Pille soll es möglich machen, zukünftig auf Spritzen zur Gabe von Medikamenten verzichten zu können. Das wäre ein Milliardenmarkt für Investoren wie Google und eine Erleichterung für Patienten mit chronischen Krankheiten wie Diabetes.

Enge Kontakte zur Pharmaindustrie: Haben Impfbefürworter die Lage dramatisiert?

Viele Forscher, die 2009 zu Impfungen gegen die Schweinegrippe aufriefen, hatten enge Kontakte zu Impfstoffherstellern. Die WHO hat Interessenskonflikte im Zusammenhang mit der H1N1-Pandemie als Verschwörungstheorie abgeschmettert.

Mehr Impfstoffe auf Vorrat: Große Koalition will Pharmafirmen in die Pflicht nehmen

Die Große Koalition will Pharmafirmen dazu zwingen, ausreichend Impfstoffe auf Lager zu halten. Ein Lieferengpass im Vorfeld einer Grippewelle könne nicht toleriert werden. Die Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Pharmafirmen werden zum Problem. Sie drücken die Preise und senken die Gewinne der Pharmaindustrie.

Studie: Schlafmangel schädigt das Gehirn

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich das Gehirn im Schlaf selbst entgiftet. Diese Entgiftung ist offenkundig in einem viel höheren Maß notwendig als bisher bekannt. Wer nicht mindestens sieben bis neun Stunden schläft, riskiert schwere Schädigungen des Gehirns.

Chemotherapie: Pharmaindustrie macht Milliarden-Geschäfte

Die Behandlung von Krebspatienten mit einer Chemotherapie ist ein Milliardengeschäft für die Pharmakonzerne. Aber auch Krankenhäuser profitieren von der scheinbar besten Methode im Kampf gegen den Krebs. Aber nicht jeder Krebs spricht auf die Chemotherapie an. Spezielle Tests könnten dies im Vorhinein ausschließen. Doch die Pharmaindustrie hat daran kein Interesse und Studien diesbezüglich sind ohne die Pharmariesen kaum finanzierbar.

Drängen auf europäischen Markt: US-Riese McKesson kauft Marktführer Celesio

Der europäische Marktführer Celesio wurde vom US-Pharmahändler McKessen gekauft. Damit ist der Gigant in Europa mit einem Schlag zu einem der größten Akteure auf dem Markt geworden. Die Branche befindet sich im Fieber: Je größer der Konzern, desto größer die Macht bei der Preisgestaltung der Medikamente.

Krankenversicherungs-Beiträge sollen deutlich steigen

Die Koalitionspartner verhandeln über die Finanzierung der Sozialkassen. Mehrere Faktoren deuten auf einen Anstieg der Beiträge für Krankenversicherte hin. Auch für die Arbeitgeber kann es teurer werden.

Gegen gedeckelte Arzneimittelpreise: Pharmaindustrie läuft Sturm

Das Preismoratorium für Medikamente läuft nach über drei Jahren aus. Die Pharmaindustrie will die Preise wieder erhöhen, um die gestiegenen Produktionskosten zu decken. Für die Krankenkassen kommt das nicht in Frage: Die neue Regierung soll die Versicherten weiter entlasten.

EU-Bürger sollen „Co-Produzenten“ ihrer eigenen Gesundheit werden

Mehr Bildung und stärkere Rechte sollen die Verbraucher in der EU in die Lage versetzen, sich besser über ihre Gesundheit zu informieren. Innerhalb der EU ist der Wissensstand über Gesundheitsthemen sehr unterschiedlich. EU-Bürger sollen „Co-Produzenten“ ihrer eigenen Gesundheit werden. Davon profitieren vor allem die Pharmafirmen.

Weniger Bürokratie bei klinischen Tests: EU will Standards senken

Die EU-Kommission plant, die Bürokratie bei klinischen Tests zu verringern. So soll erreicht werden, dass wieder mehr Tests in der EU durchgeführt werden. Hier sind sie infolge der strengen Regulierungen derzeit noch sehr teuer