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Schulden

Bremen führt die Spitze der Schulden pro Kopf an. (Grafik: Destasis)

Deutschlands Schulden steigen um fast sechs Milliarden Euro

Der deutsche Schuldenberg hält sich wacker über der zwei Billionen Euro Grenze. Im vergangenen Jahr sind die Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden weiter angestiegen.

Eine direkte Kapitalisierung der Banken aus dem ESM wäre ein Novum in der Währungsunion. (Foto: Consilium)

Griechenland: Großbanken sind überwiegend im Besitz der europäischen Steuerzahler

Mit insgesamt 25 Milliarden Euro sollen noch in diesem Jahr griechische Banken gestützt werden. Ob die Geldhäuser direkt aus dem ESM saniert werden ist noch offen. Ein „Bail-in“ für Bankkunden wäre damit vom Tisch. Dies liegt auch daran, dass sich die Banken mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand und damit de facto der europäischen Steuerzahler befinden.

Schäubles überraschende Milde könnte einen handfesten realpolitischen Hintergrund haben. (Foto: Consilium)

Schäuble wird Tspiras-Versteher: EU beschließt Blitz-Überweisung an Griechenland

Wolfgang Schäuble ist überraschend zum Tsipras-Versteher geworden: Schäuble lobt die Politik der Syriza. Möglicherweise setzt Schäuble darauf, dass die linke Regierung wegen der neuen harten Austeritäts-Auflagen schon bald zerbricht. Die EU bewilligte am Freitag eine Blitz-Überweisung an Griechenland, um die EZB auszubezahlen.

Griechenland kann die Schuldenlast unmöglich tragen. (Foto: Flickr/ Athina by Merve illeux CC BY 2.0)

Griechenland: Ein verschuldetes Jahrhundert

Die griechische Verschuldung ist untragbar für das Land geworden. Allein dieses Jahr sind rund 38 Milliarden Euro fällig. Gezahlt werden muss mindestens bis ins Jahr 2057. Bei diesen Berechnungen ist das dritte Kreditpaket noch nicht einmal eingerechnet.

Die durchschnittlichen Zinsen für deutsche Bundesanleihen unterschiedlicher Laufzeit sind seit der Griechenland-Krise deutlich gesunken. (Grafik: IWH Halle)

Schwarze Null: Deutschland saniert Haushalt dank Griechenland-Krise

Deutschland hat von der griechischen Tragödie der vergangenen Jahre „finanziell stark profitiert“. Zu diesem Schluss kommt das Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Etwa 100 Milliarden Euro konnten eingespart werden.

Griechenland kann ohne Transfer-Zahlungen aus dem Norden nicht überleben. (Foto: Flickr/ 2 euro coin by Images Money CC BY 2.0)

Think Tank: Ein Verbleib Griechenlands im Euro ist billiger als der Crash

Ein Londoner Think Tank räumt mit einer Legende auf: Die Euro-Zone hätte weniger Schaden, wenn Griechenland im Euro bleibt und durch Transfer-Leistungen in den Euro integriert wird. Der Konflikt zwischen Deutschland und Griechenland wäre mit wirtschaftlichem Sachverstand besser zu lösen als mit politischen Manövern.

Schäubles überraschende Milde könnte einen handfesten realpolitischen Hintergrund haben. (Foto: Consilium)

Euro-Krise: Deutschlands Pochen auf Regeln ist pro-europäisch

Der Wirtschaftshistoriker Harold James sieht im Beharren Deutschlands auf Regeln keinen neuen Nationalismus, sondern das Gegenteil: Ein Staatenbund wie die Euro-Zone könne nur mit Regeln funktionieren. Deutschland habe in seiner Geschichte mehrfach die Erfahrung gemacht, wohin das fiskalpolitische Chaos führt.

Francois Hollande macht nach Merkels Treffen mit Poroschenko Druck, sich so bald wie möglich auch mit Putin zu treffen. (Foto: Consilium)

Frankreich kündigt radikale Vorschläge zur Neuordnung des Euro an

Frankreich kündigt an, in den kommenden Wochen konkrete Vorschläge über eine radikale Neuordnung der Euro-Zone präsentieren: Als Gründungs-Mitglieder sollen sechs Staaten ihre Haushalte zusammenlegen sowie ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung etablieren. Die Pläne dürften in Berlin für einige Irritation sorgen.

Griechenland hat noch mehr Schulden, als bislang angenommen, so der IWF. (Foto: DTN)

IWF: Griechischer Schuldenberg größer als Euro-Partner vermuten

Der IWF warnt vor einen noch größeren Schuldenbergs Griechenlands als bisher angenommen. Bis Ende 2018 sei mit einem Schuldenstand von fast 200 Prozent des BIP zu rechnen. Griechenland benötige Schulden-Erleichterungen weit jenseits der bisherigen Vorstellungen.

Der neue Finanzminister Euklid Tsakalotos hat von der EU harte Vorgeben erhalten. (Foto: Flickr/ Syntagma by Pieter De Praetere CC BY 2.0)

Kredite für Griechenland aus dem ESM sind Vertragsbruch

Um die Griechenland-Krise zu sedieren, schrecken die Euro-Retter auch vor einem Vertragsbruch des ESM nicht zurück. Weder steht die Euro-Zone als Ganzes auf dem Spiel noch ist die Schuldentragfähigkeit gewährleistet. Verhindert kann die Zahlung nicht werden: Der ESM steht außerhalb jeder Jurisdiktion.

Mit dem Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro will Schäuble den anderen Südstaaten eine klare Botschaft senden. (Foto: Flickr/ On Areopagus Hill by Kristoffer Trolle CC BY 2.0)

Schäubles Plan: Deutschland muss raus aus dieser Euro-Zone

Die Demütigung Griechenlands beim Gipfel war kein Unfall. Sie ist Teil einer Agenda, die Wolfgang Schäuble seit langem verfolgt: Er hält die EU in ihrer derzeitigen Form für nicht funktionsfähig. Er strebt eine enge politische Union an. Diese ist nur mit ausgewählten Staaten möglich. Am Ende soll sich zeigen, wer zu Deutschland passt und wer nicht. Der Grexit ist fix eingeplant. Andere Staaten werden folgen. Das Tischtuch ist zerschnitten. Unwiderruflich.

Das griechische Gesundheitssystem ist bereits am Rande seiner Belastbarkeit. (Foto: Flickr/ Sascha Kohlmann/CC by sa 2.0)

In Griechenland droht Arzneimittel-Engpass

Das griechische Gesundheitssystem hat in den vergangenen Jahren die Sparauflagen erheblich abgebaut. Doch das Nein im Referendum verschärft die Situation. Die Krankenhäuser sind hoch verschuldet, Zahlungen ins Ausland sind aufgrund der Kapitalkontrollen massiv eingeschränkt.

Angela Merkel nach dem ultimativen Euro-Gipfel: Technokratisch gescheitert. (Foto: Flickr/ Art with a meaning by Jon Kristian Bernhardsen CC BY 2.0)

Angela Merkel: Unter ihren müden Augen zerfällt die EU

Die EU steht vor der Spaltung. Der Gipfel legte die Bruchlinien schonungslos offen: Die Südeuropäer wollen etwas anderes als der Norden oder der Osten. Griechenland ist der Katalysator für eine zentrifugale Dynamik. Mittendrin Angela Merkel: Müde, ausgelaugt, überfordert. Sie kann nur noch zusehen, wie auseinanderfällt, was mit der Verführung des Geldes in eine Einheit gezwungen werden sollte.

Beschwörung der Geister: Aus egoistischer Sicht ist für Angela Merkel und Francois Hollande die Rettung Griechenlands alternativlos. (Foto: Flickr/ Akropolis by Konstantinos Dafalias CC BY 2.0)

Merkel muss Griechen retten: Bei Crash größte Verliererin der Geschichte

Die Londoner Banken-Szene geht davon aus, dass Angela Merkel ein Machtwort zur Rettung Griechenland sprechen wird. Der Grund: Im Fall eines Grexit hätten Angela Merkel und François Hollande 160 Milliarden Euro verspielt – der größte Verlust, den Politiker ihren Ländern jemals beschert hätten.

Der schönste Tag im Leben ist für viele türkische Paare auch der Beginn einer Schuldenkarriere. (Foto: Flickr/ Wedding Photos by Katsu Nojiri CC BY 2.0)

Türkische Mega-Hochzeiten: Schon in jungen Jahren wird die Basis für Familienschulden gelegt

Es sind rauschende Feste, meist mit hunderten Gästen. Der Start ins Eheleben ist für türkische Paare ein Großereignis. Doch die Kosten für eine solche Mega-Party steigen mittlerweile ins Unermessliche. Die Folge: Ein Mindestlohnempfänger verschuldet sich schon in jungen Jahren für den Rest seines Lebens.

Die sieben politischen Führer und ihre Entourage aus der globalen Schulden-Industrie wollen dem Rest der Welt vorschreiben, welche „Werte“ sie zu vertreten haben. (Foto: Flickr/ G7 Proteste in Garmisch-Partenkirchen by Fraktion DIE LINKE. im Bundestag CC BY 2.0)

Arroganz des Westens: Die Welt vom Gipfel aus regieren

Die G7-Politiker haben ihren Anspruch angemeldet „die Zukunft unseres Planeten zu gestalten“. Ihr Ziel ist die Plünderung der Welt durch Schulden, Freihandel und hemmungslose Ausbeutung. Sie verkünden „Werte“ und meinen die skrupellose Durchsetzung von elitären Interessen. Sie wollen die Welt vom Gipfel aus regieren – und werden genau deshalb scheitern.

Brot und Spiele: Die Politik in Europa hat ihr Ziel aus aus den Augen verloren, nämlich den Dienst an der Demokratie. (Foto: Flickr/ Europa 1 by _TC Photography_ CC BY 2.0)

Brot, Spiele und Lügen: Die EU taumelt in Richtung Untergang

Europa erlebt Zerfallserscheinungen, die an den Niedergang der Republik im Alten Rom erinnern. Die EU und die Nationalstaaten brechen Recht und Gesetz. Den Bürgern werden Brot und Spiele geboten. Rom ist an dieser Entwicklung zerbrochen. Die EU könnte, wenn sie die Demokratie weiter mit Füßen tritt, ein ähnliches Schicksal ereilen.

Die Regierung in Athen muss in den kommenden Monaten ihren Verpflichtungen aus dem IWF-Schuldendienst nachkommen. (Foto: Flickr/Olympeion: The temple of Olympic Zeus by Francisco Gonzalez CC BY 2.0)

Griechenland kann Pleite nur mit weiteren EU-Krediten vermeiden

Im Sommer 2015 wird sich entscheiden, ob Griechenland in der Eurozone verbleibt. Dann benötigt das Land Milliardensummen, um Zinsen zu zahlen und den Schuldendienst an den IWF zu gewährleisten. Sollte das Land im Euroraum bleiben, müsste es auf den Krisenfonds ESM zurückgreifen. Doch im ESM-Vertrag gibt es Klauseln, die einer weiteren Schuldenaufnahme widersprechen.

Zahlreiche Versicherte lehnen die elektronische Gesundheitskarte ab. (Foto: Flickr/ Freiheit statt Angst by opyh CC BY 2.0)

Patienten riskieren hohe Kosten bei Ablehnung der eGK

Auch ohne die neue elektronische Gesundheitskarte können Patienten in Deutschland behandelt werden. Dann nehmen sie jedoch hohe Kosten in Kauf. Wer keinen gültigen Versicherungsnachweis vorlegt, kann in die Schuldenfalle tappen.

Wladimir Putin hat den Westen auf den Finanzmärkten ausmanövriert. Dies gelang ihn mit ukrainischen Staatsanleihen, die nach internationalem Recht ausgegeben wurden. (Foto: Flickr/ Reading the news by Timo Kuusela CC BY 2.0)

Das Pentagon staunt: Amerikaner wollen Putins Ukraine-Taktik kopieren

Mit einem komplexen juristischen System hat Russland so viele Fallstricke bei ukrainischen Staatsanleihen eingebaut, dass Moskau mehrfach Insolvenzen in der Ukraine auslösen kann. Diese Taktik ist so effektiv, dass sogar die FT anerkennend über Putins Völkerrechts-Juristen urteilt. Das Pentagon ist beeindruckt und will die russische Taktik künftig selbst im geopolitischen Wettstreit einsetzen, um Staaten unter Druck zu setzen.