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Schuldenschnitt

Der Wirtschaftswissenschaftler Iván H. Ayala ist Mitglied im Wirtschaftsteams von Podemos und Co-Autor des Buches: „Was sollen wir mit dem Euro machen?“. (Foto: Podemos Madrid)

Protest-Partei Podemos: Der Euro ist gescheitert

Der Podemos-Ökonom Iván Ayala hält den Euro in seiner jetzigen Form für gescheitert. Um die gemeinsame Währung zu erhalten, brauche es einen europäischen Marshall-Plan. Dafür müssten die gesamten Schulden der Euro-Zone restrukturiert werden, sagt Ayala den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Angela Merkel vertraut in der Euro-Krise weiter auf den Rat von IWF-Chefin Christine Lagarde. (Foto: Consilium)

Troika stimmt Deutschland auf Schulden-Schnitt in Griechenland ein

Die Troika bereitet Deutschland auf einen Schuldenschnitt für Griechenland vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist vorläufig nur unter bestimmten Bedingungen zu einem solchen bereit, nachdem sie Verluste für die deutschen Steuerzahler zuvor für inakzeptabel erklärt hatte. Beobachter rechnen jedoch mit der Möglichkeit der weiteren Aufweichung der deutschen Position.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. (Foto: Flickr/ Wolfgang Schauble by European University Institute CC BY 2.0)

Machtkampf mit Merkel: Schäuble spricht erstmals von Rücktritt

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat erstmals laut über einen Rücktritt wegen der Euro-Krise nachgedacht. Würde man ihn zwingen, gegen seine Überzeugung zu handeln, würde er „zum Bundespräsidenten gehen und um meine Entlassung bitten“. Er sagte auch, dass er und Angela Merkel unterschiedlich über die Lösung der Euro-Krise denken. Die Aussage kommt interessanter Weise einen Tag nach dem Besuch von US-Finanzminister Lew in Berlin.

Blick über Athen (Foto: DTN)

IWF: Griechischer Schuldenberg größer als Euro-Partner vermuten

Der IWF warnt vor einen noch größeren Schuldenbergs Griechenlands als bisher angenommen. Bis Ende 2018 sei mit einem Schuldenstand von fast 200 Prozent des BIP zu rechnen. Griechenland benötige Schulden-Erleichterungen weit jenseits der bisherigen Vorstellungen.

Jenseits des guten Geschmacks: Wolfgang Schäuble verspottet die Griechen und will lieber Puerto Rico im Euro. (Foto: Flickr/ HE Dr Wolfgang Schäuble by Chatham House CC BY 2.0)

Schäuble an USA: „Nehmt Griechenland, wir holen Puerto Rico in den Euro“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat US-Finanzminister Jack Lew angeboten, Griechenland gegen Puerto Rico zu tauschen. Angesichts der drohenden humanitären Katastrophe in Griechenland haben die Amerikaner kein Verständnis für die Art von „Humor“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: Flickr/ Angela Merkel by Philipp CC BY 2.0)

USA erhöhen den Druck auf Merkel, fordern Ende des Laien-Spiels

Die US-Regierung ist zunehmend ungehalten über das Chaos in der EU. In ungewohnt deutlicher Weise hat US-Finanzminister Jack Lew seinem Unmut Ausdruck verliehen. Er hält die EU offenkundig für eine Dilettanten-Truppe. Man kann ihm kaum widersprechen.

Griechische Zentralbank warnt vor dem Zerfall der EU

Die griechische Zentralbank hat in einem ungewöhnlich dramatischen Appell vor einer griechischen Staatspleite gewarnt: Diese würde den „Austritt Griechenlands aus dem Euro und höchstwahrscheinlich auch den Austritt Griechenlands aus der EU“ zur Folge haben. Sollte der Grexit wirklich eintreten, wäre dies der Anfang des Zerfalls der EU in ihrer gegenwärtigen Form.

Kommt bald das böse Erwachen? Europa ist auf Pleite-Kurs

Trotz Milliarden-Rettungen wächst der Schulden-Berg in Europa. Bei den Koalitions-Verhandlungen in Berlin spricht niemand von der größten Gefahr, der Deutschland ausgesetzt ist: Staats-Pleiten sind unausweichlich. Der Bond-Markt sendet erste negative Signale. Wenn die Kredit-Blase platzt, wird es für die deutschen Sparer ein böses Erwachen geben.

Neue Welle der Gewalt in Griechenland erwartet

Ein Machtkampf zwischen Regierung und der linken Oppositionspartei Syriza kann neue Gewaltausbrüche in Griechenland mit sich bringen. Die Linke unterstützt die Proteste der Bevölkerung gegen die Wirtschaftsreformen. Schulen werden besetzt. Beamte protestieren gegen Massenentlassungen. Weitere große Demos und Streiks sind angekündigt.

Nach der Bundestagswahl: Griechenland braucht weitere Hilfsgelder

Der Chef der belgischen Zentralbank sagte, die Eurozone müsse sich auf weitere Hilfspakete für Griechenland einstellen. Denn die Wirtschaft des Landes erhole sich nur sehr langsam. Dern deutsche Steuerzahler muss sich nach der Bundestags-Wahl auf weitere Zahlungen einstellen.

Sicht auf die EU: Deutsche ticken völlig anders als die Parteien

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Deutschen gerne hätten, wenn schwache Staaten aus dem Euro ausscheiden, die gemeinsame Schulden-Haftung abgesagt und die EZB dem hemmungslosen Geld-Drucken ein Ende setzte. Damit denkt die Mehrheit der Deutschen fundamental anders als alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien. Das ist ein Novum im wiedervereinigten Deutschland.

Verwaltung der Immobilien: EU will Griechenland die Kontrolle entziehen

Die Privatisierungen in Griechenland kommen nicht voran. Daher plant der ESM die Errichtung einer Holding in Brüssel, die die zum Verkauf bestimmten Immobilien verwalten soll. Der griechischen Regierung entgleitet Schritt für Schritt die Kontrolle über das griechische Staatsvermögen.

Mehr als 320 Milliarden Euro: Athens Schulden klettern ins Uferlose

Während über ein weiteres Rettungspaket für Griechenland diskutiert wird, explodieren die Schulden in Athen. Mittlerweile liegen sie bei über 300 Milliarden Euro und damit höher als noch vor dem ersten Bailout. Man fragt sich: Wer wurde hier eigentlich gerettet?

Bewegung im Wahlkampf: Schäuble spricht von weiterem Rettungspaket für Griechenland

Etwa einen Monat vor der Bundestagswahl macht Finanzminister Schäuble nun die Büchse der Pandorra auf. Während einer Wahlveranstaltung sprach Schäuble zum Ärger Merkels von einem weiteren „Programm“ für Griechenland.

Nach den Bundestagswahlen erhöhen sich die Steuern

Noch bestreiten Angela Merkel und Wolfgang Schäuble, dass die Euro-Krise nach der Wahl zu ersten realen Verlusten für die deutschen Steuerzahler führen wird. Doch die Struktur des Haushalts für 2014 zeigt: Schäuble rechnet im Geheimen mit höheren Ausgaben und will sich Spielräume offenhalten, um Verluste kompensieren zu können. Diese werden schlagend, wenn Deutschland die Schulden Griechenlands schlucken muss. Die Lösung: Der deutsche Steuerzahler wird die Folgen des Euro-Abenteuers mit höheren Steuern finanzieren.

Umschuldung in EU: Deutschen Sparern geht es an die Tasche

Die Euro-Zone kann ihre Schulden nicht mehr durch Wachstum abbauen. Daher wird es nach der Bundestags-Wahl zu einer Umschuldung kommen, die in einer Transfer-Union mündet. Eine umfassende Neuordnung der Euro-Zone hat begonnen. Wichtigstes Element der verschiedenen Maßnahmen: Der Zugriff auf den deutschen Sparer muss sichergestellt werden.

EU-Währungskommissar Olli Rehn: Europas Bank-Guthaben sind nicht mehr sicher

Die EU plant zur europäischen Banken-Rettung eine Direktive. Diese sieht vor, dass Bank-Kunden und Inhaber von Bank-Aktien im Rettungsfall rasiert werden. Dies bestätigte EU-Währungskommissar Olli Rehn.

Milliarden nach Norwegen: Griechische Reeder wussten von der Zypern-Eskalation

Die Griechen hatten offenbar besonderes Insider-Wissen: Unmittelbar vor der Eskalation der Krise haben griechische Reeder ihr Vermögen aus den zypriotischen Banken abgezogen. Milliardenbeträge sind auf den Konten der norwegischen Großbank DNB eingegangen.

Nächtliche Griechen-Rettung kann Deutschland bis zu 11,5 Milliarden Euro kosten

Der in der Nacht von Euro-Gruppe und IWF beschlossene „Deal“ ist eine Luftnummer: 43,7 Milliarden Euro werden ausgezahlt, um das europäische Bankensystem am Leben zu erhalten. Alle sogenannten „Maßnahmen“ sind vage Absichtserklärungen. Für Deutschland bedeutet der Deal: Der Verlust von 11,5 Milliarden Euro wird immer wahrscheinlicher. Dafür gibt es für die Spekulanten ein attraktives Weihnachts-Präsent.

Goldman Sachs: Griechenland braucht Schuldenschnitt von 80 Milliarden Euro

Griechenlands Schulden in Höhe von 320 Milliarden Euro können nur mit einem weiteren Schuldenschnitts nachhaltig abgebaut werden, so Goldman Sachs. Damit erhöht die Investmentbank den Druck auf die EZB und die europäischen Steuerzahler.