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Schwangerschaftsabbruch

Nach türkischer Abtreibungsdebatte: Kommt jetzt ein Verbot in Spanien?

Die türkische Diskussion um das Thema Abtreibung bereitet sich ihren Weg nach Spanien. Wie das hiesige Justizminsterium bekannt gab, arbeite man an einer Gesetzesänderung, die Abtreibungen wieder verbieten solle. Das Vorhaben stößt auf heftige Kritik, zumal von einigen sogar gefordert wird, selbst im Fall einer Vergewaltigung eine Abtreibung nicht zu genehmigen.

Abtreibungsverbot: Regierung rückt von ihren Plänen ab

Mit dem Kopf durch die Wand, gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit und wider internationaler Proteste: Beim Thema Abtreibung, das musste die türkische Regierung nun lernen, funktioniert das nicht. Bereits in der vergangenen Woche kündigte der Gesundheitsminister einen "Mittelweg" an. Jetzt ist klar, ein de facto Verbot von Abtreibungen wird es nicht geben.

Gesundheitsminister: Türkische Regierung will in Abtreibungsfrage einen „Mittelweg“ finden

Die hitzige Debatte um das Thema Abtreibung in der Türkei geht in eine neue Runde: Wie Gesundheitsminister Recep Akdağ nun ankündigt, werde der Vorschlag der Regierung, der dem Parlament vorgelegt werden soll, einen "Mittelweg" finden, der sowohl das Recht der Mutter auf eine Wahl als auch das Recht des Fötus auf Leben berücksichtigen werde. Konkreter wurde er allerdings nicht. Der Diskussion bietet er damit mehr Zündstoff, als dass er Klarheit schafft.

Mehr Leid als Gutes! AKP Abgeordnete stellt sich gegen Abtreibungsverbot

Der Widerstand in den Regierungsreihen wird größer: Neben zahlreichen weiblichen Abgeordneten hat sich nun auch die AKP-Abgeordnete Mesude Nursuna Memecan aus Sivas gegen die Pläne der Regierung ausgesprochen. Sie warnt vor einer Verschärfung des bisherigen Abtreibungsparagraphen. Ein Verbot würde großen Schaden verursachen. Abgesehen davon gäbe es keine Frau, die einen solchen Eingriff ohne gute Gründe vornehmen ließe.